Publikationen

@PHDTHESIS{Flohr2008,
  author = {Thomas Flohr},
  title = {{E}in {F}ramework als {G}rundlage der {A}usgestaltung von {Q}uality-{G}ate-{R}eferenzprozessen
	für die {S}oftware-{E}ntwicklung},
  school = {Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Fachgebiet Software
	Engineering},
  year = {2008},
  type = {Dissertation},
  address = {Welfengarten 1, 30167 Hannover},
  abstract = {Noch immer wird eine große Anzahl von Softwareprojekten nur durch
	eine erhebliche Überschreitung von Zeit und Kosten oder im schlimmsten
	Fall gar nicht erfolgreich abgeschlossen, da die qualitative Situation
	vieler Projekte für das Management nicht einsehbar ist. Maßnahmen
	seitens des Managements werden daher häufig zu spät eingeleitet.
	
	Eine Lösung des Problems besteht darin, die qualitative Kontrolle
	von Projektergebnissen und die Möglichkeit für steuernde Eingriffe
	zu bestimmten signifikanten Zeitpunkten (so genannten Quality Gates)
	verbindlich für alle Projekte festzuschreiben. Beim Erreichen eines
	Quality Gates entscheidet das Management über die Fortsetzung des
	Projektes und notwendige Maßnahmen. Dazu werden geforderte Ergebnisse
	formal gegen vorher definierte Kriterien auf ihre Erfüllung hin geprüft.
	Quality Gates werden vielfach in anderen Domänen genutzt, zum Beispiel
	in der Automobil-Entwicklung und der Serienproduktion technischer
	Güter. Auch im Bereich der Software-Entwicklung werden sie zunehmend
	genutzt. Im Moment fehlt hierfür jedoch der theoretische Unterbau.
	
	Damit ein Unternehmen Quality Gates erfolgreich einsetzen kann, werden
	verschiedene Strukturen, Aktivitäten, Rollen, Dokumente und Hilfsmittel
	benötigt, die in einem Quality-Gate-Referenzprozess zusammengefasst
	werden. Die genaue Ausgestaltung eines Quality-Gate-Referenzprozesses
	orientiert sich dabei an den Bedürfnissen des Unternehmens. Da die
	Ausgestaltung keine triviale Aufgabe ist, benötigt das Prozessmanagement
	eines Unternehmens ein Framework, das die Ausgestaltung in vertretbarer
	Zeit ermöglicht. Dieses Framework stellt das zentrale Ergebnis dieser
	Dissertation dar. Leider wird das Quality-Gate-Konzept häufig mit
	anderen Konzepten gleichgesetzt. Ebenso existieren viele synonyme
	Begriffe. Daher ist eine einheitliche Terminologie und eine Charakterisierung
	und Abgrenzung des Quality Gates ein notwendiger Bestandteil des
	Frameworks. Um die notwendige Abgrenzung und Charakterisierung vornehmen
	zu können, wurden verschiedene Quality-Gate- Referenzprozesse aus
	der Literatur untersucht. Des Weiteren wurde eine empirische Erhebung
	im Rahmen dieser Arbeit durchgeführt. Sie liefert weitere Ergebnisse
	und Hinweise auf Problempunkte. Aufbauend auf diesen Ergebnissen
	wurden die notwendigen Teilkonzepte von Quality-Gate- Referenzprozessen
	untersucht. Diese Teilkonzepte können auf insgesamt fünf Pakete aufgeteilt
	werden: Struktur-, Inhalts-, Review-, Steuerungs- und Anpassungskonzepte.
	Die Ausgestaltung der Teilkonzepte hängt maßgeblich davon ab, welche
	Strategie ein Prozessmanagement verfolgt: Quality Gates als einheitliche
	Qualitäts-Leitlinie oder Quality Gates als flexible Qualitätsstrategie.
	Das Prozessmanagement eines Unternehmens kann in Abhängigkeit einer
	der folgenden Ausgangssituationen das Framework einsetzen: Das Unternehmen
	besitzt keinen Quality-Gate-Referenzprozess. Das Unternehmen besitzt
	bereits einen Quality-Gate-Referenzprozess mit Defiziten. Das Unternehmen
	will seinen Quality-Gate-Referenzprozess optimieren. Resultierend
	können verschiedene Wege beschritten werden: entweder die Ausgestaltung
	von Grund auf oder die Analyse der Defizite durch Bewertungsprofile
	oder die Optimierung hinsichtlich Effizienz und Effektivität durch
	Erfahrungskreisläufe und den Einsatz von Softwarewerkzeugen.
	
	Nutzen und Mächtigkeit des Frameworks wurden anhand von drei Fallstudien
	validiert. Zwei der Fallstudien zeigen die Anwendung des Frameworks
	in studentischen Software-Projekten. Die erste Fallstudie untersucht
	die Verbesserung eines Quality-Gate-Referenzprozesses durch Bewertungsprofile
	und durch den Einsatz von Softwarewerkzeugen und Erfahrungskreisläufen.
	Dabei konnte der zeitliche Aufwand für das Gate-Review auf rund 28%
	gesenkt werden. Zusätzlich wurde die Anpassung des Quality-Gate-Referenzprozesses
	auf verschiedene Projektsituationen verbessert und die Kriterien
	durch Erfahrungskreisläufe optimiert. Die zweite Fallstudie beschäftigt
	sich mit der Ausgestaltung eines Quality-Gate-Referenzprozesses von
	Grund auf. Durch den Einsatz konnten die Auswirkungen verschiedener
	Vorgehen zur Erstellung von Kriterien untersucht werden. Die letzte
	Fallstudie untersucht die Mächtigkeit des Anpassungskonzeptes des
	Frameworks. Dabei kann das im Rahmen dieser Arbeit entwickelte und
	auf Fuzzy-Logik basierende Anpassungskonzept problemlos zur Anpassung
	des Quality-Gate-Referenzprozesses des V-Modells XT genutzt werden.},
  department = {Fachgebiet Software Engineering},
  supervisor = {Kurt Schneider}
}