Publikationen

@PHDTHESIS{Stapel2012b,
  author = {Kai Stapel},
  title = {{I}nformationsflusstheorie der {S}oftwareentwicklung},
  school = {Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover},
  year = {2012},
  type = {Dissertation},
  address = {München},
  month = {Apr},
  abstract = {Software Engineering ist eine relativ junge Forschungsdisziplin. Bisher
	gibt es keine Theorie, die wesentliche und grundlegende Zusammenhänge
	in der Softwareentwicklung beschreibt. Eine grundlegende Theorie
	ist notwendig, um empirische Studien systematischer planen, interpretieren
	und Ergebnisse konsistenter kumulieren zu können. Zudem können die
	zentralen, präzise definierten Begriffe einer Theorie als Sprache
	zum Austausch über Softwareentwicklungsphänomene dienen. Insgesamt
	kann eine grundlegende Theorie helfen, die Disziplin Software Engineering
	voranzubringen, indem sie empirische Studien und Erkenntnisaustausch
	verbessert. In dieser Arbeit wird eine grundlegende Theorie des Software
	Engineering entwickelt, um eine Sprache zur präziseren Kommunikation
	über Softwareentwicklung zu liefern und empirische Untersuchungen
	auf eine solidere Basis stellen zu können. Eine Software-Engineering-Theorie
	muss wesentliche und charakteristische Aspekte der Softwareentwicklung
	im Kern vereinen, um eine einheitliche theoretische Basis darzustellen.
	Diese Arbeit schlägt Information und deren Fluss im Projekt als wesentliches
	charakteristisches Merkmal der Softwareentwicklung vor. Es wird daher
	eine auf Informationsflüssen basierende Theorie der Softwareentwicklung
	vorgestellt. Zunächst werden wichtige Begriffe der Theorie wie Information,
	Informationsfluss, Wissen, Daten, Kommunikation und Dokumentation
	definiert. Im nächsten Schritt werden Theoreme aus den Definitionen
	hergeleitet, die sowohl neue Erkenntnisse der Softwareentwicklung
	darstellen als auch bereits bekannte Phänomene aus Informationsflusssicht
	beschreiben. Die Qualität der Informationsflusstheorie wird geprüft,
	indem zunächst ihre Neuheit und externe Widerspruchsfreiheit untersucht
	wird. Dies geschieht durch Vergleich der Informationsflusstheorie
	mit verwandten Theorien. Anschließend wird die Theorie empirisch
	geprüft. Dazu werden die Ergebnisse empirischer Studien aus der Literatur
	aus Sicht der Theorie neu interpretiert und eine eigene empirische
	Untersuchung präsentiert. Der Vergleich mit verwandten Theorien und
	die Analyse empirischer Studien aus der Literatur zeigen, dass die
	Informationsflusstheorie viele bekannte Softwareentwicklungsphänomene
	mit einem zusammenhängenden einheitlichen Modell erklären kann. Für
	vier der sechs in der eigenen empirischen Studie geprüften Hypothesen
	werden statistisch signifikante Belege präsentiert. Insgesamt lässt
	sich feststellen, dass die Informationsflusstheorie zur kohärenten
	Beschreibung wesentlicher Softwareentwicklungsphänome und somit als
	theoretische Grundlage für die Softwareentwicklung geeignet ist.
	Abschließend wird auf Basis der Informationsflusstheorie eine Methode
	zur Analyse und Verbesserung von Softwareentwicklungsprojekten hergeleitet.
	Die FLOW-Methode ist ein Framework zur Durchführung und Erstellung
	von Techniken, die gezielt bestimmte Informationsflussprobleme lösen.
	Exemplarisch werden drei FLOW-Techniken vorgestellt. Für zwei Techniken
	werden empirische Belege ihrer Nützlichkeit geliefert. Dies zeigt,
	dass die Informationsflusstheorie auch genutzt werden kann, um Softwareentwicklung
	in der Praxis zu verbessern.},
  isbn = {978-3-8439-0612-8},
  publisher = {Verlag Dr. Hut},
  url = {http://www.dr.hut-verlag.de/978-3-8439-0612-8.html}
}