DFG-Projekt ViViReq

Zusammenfassung

Das Projekt ist von der DFG 2016 bewilligt worden und befasst sich mit der Ermittlung des Potentials von interaktiven Visions Videos für Requirements Engineering.

 

Projektname ViViReq: Einsatz von interaktiven Visionsvideos im Requirements Engineering
Projektdauer 2 Jahre
Förderer Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Kurzbeschreibung des Projektes
Ansprechpartner Kurt Schneider, Oliver Karras

Motivation

Kommunikation und Verständnis von Anforderungen zwischen Kunde und Entwickler sind essentiell für jedes Softwareprojekt. Nur die Umsetzung korrekt verstandener Anforderungen führt zu einer hohen Kundenzufriedenheit und damit zum Projekterfolg. Es gibt verschiedene multimediale Optionenm wie Papier, Audioaufzeichnungen oder Video, um Anforderungen zu dokumentieren und zwischen den Beteiligten zu kommunizieren.

In diesem Zusammenhang ist Video seit langem bekannt als beste Dokumentationsoption bezüglich seiner Reichhaltigkeit als Kommunikationskanal und der Kommunikationseffektivität. Es erlaubt das Erfassen und Weitergeben reichhaltiger Informationen zu günstigen Kosten, da Videoaufnahmen in einfach, schnell und billig in der heutigen Zeit erstellt und weitergegeben werden können.

Jedoch ist der Einsatz von Videos im Requirements Engineering eher gering. Es mangelt an Hilfestellung und einer Kosten/Nutzen-Abschätzung für die Verwendung von Videos im Requirements Engineering.

 

Ziel

In diesem Projekt wird das Ziel verfolgt einen Ansatz zu entwicklen um Videos als Nebenprodukt in Requirements Engineering Aktivitäten zu erstellen und interaktiv zu nutzen. Im Fokus steht dabei die Schwelle zum Einsatz von Videos zu reduzieren.

Insgesamt sollen drei Konzepte zur Verbesserung erprobt und evaluiert werden.

  1. Häufige Fehler im Umgang mit Videos erkennen und vermeiden durch einen Leitfaden. Dieser speist sich aus unterschiedlichen Bereichen wie Datenschutz, Filmgestaltung und Requirements Engineering.
  2. Aufwand reduzieren, indem die Videonutzung genau in bereits verwendete Praktiken des Requirements Engineering eingepasst wird.
  3. Videos in ein interaktives Medium verwandeln. Interaktiv veränderbare Videos erlauben es, Anforderungsänderungen darzustellen, Alternativen zu vergleichen, und evolvierende Anforderungen zu begleiten und zu analysieren.

Auf diese Weise unterstützen interaktive Videos die Vorstellungskraft und Entscheidungsfindung, welche für den Projekterfolg essentiell sind. Fokussiert wird dabei ein auch für normale Softwareprojekte durchführbarer und erschwinglicher Einsatz von Videos. Dadurch werden von den beteiligten Requirements Engineers und Entwicklern keine fortgeschrittenen Kenntnisse in den Bereichen Videotechnik, Dramaturgie oder Rechtswissenschaften verlangt. Dies wiederrum mindert die Vorbereitungs- und Auswertungsaufwände. Diese Randbedingung unterscheidet sich radikal von anderen Forschungsansätzen und macht diesen Ansatz somit auch für kleinere Unternehmen attraktiv.

Veröffentlichungen

  • 2016
  • Oliver Karras, Stephan Kiesling, Kurt Schneider: Supporting Requirements Elicitation by Tool-Supported Video Analysis, In 2016 IEEE 24th International Requirements Engineering Conference (RE), pages 146-155. IEEE, 2016. Bibtex. Link
  • Oliver Karras, Jil Klünder, Kurt Schneider: Enrichment of Requirements Specifications with Videos - Enhancing the Comprehensibility of Textual Requirements, In TPDL2016: 20th International Conference on Theory and Practice of Digital Libraries. Zenodo, 2016. Bibtex. Link
  • 2015
  • Stephan Kiesling, Oliver Karras, Kurt Schneider: ReqVidA - Requirements Video Analyzer, In Gesellschaft für Informatik, Fachgruppentreffen Requirements Engineering, Windisch, 2015. Bibtex. Link