Projekt K3

 

Projektname K3: Informations- und Kommunikationskonzepte für den Krisen- und Katastrophenfall.
Projektdauer 3 Jahre
Förderer Bundesministerium für Bildung und Forschung bmbf
Ansprechpartner Kurt SchneiderKatja Fuhrmann
Website k3-projekt.de

 

Motivation

Hilfsorganisationen und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, die an Großveranstaltung beteiligt sind, sehen sich in der Regel einer komplexen Einsatzlage gegenüber, in der es auf der Grundlage einer Masse an (teilweise widersprüchlichen) Informationen Entscheidungen zu treffen gilt. Diese Situation wird u.a. durch die weitverbreitete und zunehmende Nutzung von sozialen Netzwerken wie etwa Twitter und Facebook weiter verstärkt.


Die Bereitstellung koordinierter Hilfeleistungen insbesondere in Krisen- und Katastrophensituationen ist demnach eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. In dieser Situation stellt die Verarbeitung von bereitgestellter Information zunächst eine zusätzliche Herausforderung dar, welche die Belastung der Einsatzorganisationen weiter erhöht: wegen der speziellen Dynamik einer Krisensituation ist der Verarbeitung zusätzlicher Information oft nur schwer möglich ist. Das weit verbreitete und auch in der IKT häufig zugrunde gelegte Prinzip, dass "optimale" Entscheidungen nur auf Basis möglichst vollständiger Information getroffen werden können, stößt hier offensichtlich an seine Grenzen. Um die verfügbare Information effektiv zur Lageeinschätzung und für Entscheidungen in Krisensituationen einsetzen zu können, ist es vielmehr von zentraler Bedeutung diese in Echtzeit auflaufende Information geeignet zu analysieren, zu bewerten und zu priorisieren. Außerdem werden verbesserte Strategien dafür benötigt, wie mit Gerüchten und Fehlinformationen, welche sich in Krisensituationen in sozialen Netzwerken schnell verbreiten, umzugehen ist.


Aus diesem Grund wird das Verbundvorhaben K3 als Ausgangspunkt das Prinzip "je mehr Information desto besser" kritisch hinterfragen. In enger Zusammenarbeit mit drei Hilfsorganisationen und auf der Grundlage von zwei konkreten, aufeinander aufbauen Anwendungsszenarien aus dem Bereich Großveranstaltungen sollen innovative organisatorische Konzepte und Technologien für die Kommunikation und den Informationsfluss in Krisensituationen sowie für die Entscheidungsfindung unter extremer Unsicherheit entwickelt werden.

Ziele

Ziel des K3 Projektes ist dabei die interdisziplinäre Entwicklung eines Krisenkommunikationskonzepts, welches organisatorisch-strategische und technische Komponenten integriert und sich eng am Bedarf von Hilfsorganisationen während Großeinsätzen orientiert. Dabei werden fundierte organisatorische und informationswissenschaftliche Konzepte eng verzahnt mit der Entwicklung technologischer Lösungen zur Unterstützung von Informationsversorgung und Kommunikation. Insbesondere werden auch die Rolle und der sinnvolle Einsatz von sozialen Netzwerken untersucht. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse der ereignisorientierten Daten und Informationsflüsse in Social Media Anwendungen wie z.B. Twitter. Krisenstäbe bei Großeinsätzen sind bisher strukturell und organisatorisch auf das Auswerten, Bewerten und Verteilen von Informationen herkömmlicher Kommunikationsmittel (Funk, Festnetz, Satellitentelefone) ausgerichtet. Die Nutzung anderer Kommunikationsmedien ist bisher in den Einsatzstrukturen von Hilfsorganisationen und anderen Behörden und Organisationen nicht angemessen berücksichtigt.

Projektpartner

Im Nachfolgenden eine Auflistung der im K3-Projekt beteiligten Partner: